Sie können für verdecktes Tracking bei Google und Amazon bezahlen
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Sie können für verdecktes Tracking bei Google und Amazon bezahlen

Google wurde von Amazon mit einer Geldstrafe von 100 Millionen Euro und von der französischen Datenschutzbehörde mit einer Geldstrafe von 35 Millionen Euro belegt. Die beiden Riesen platzierten Tracking-Cookies auf den Computern der Benutzer, ohne um Erlaubnis zu bitten.

Auch in Europa werden Technologiegiganten immer härter behandelt. Das jüngste Beispiel hierfür ist ein Knackpunkt am Ende eines Rechtsstreits: Die französische Datenschutzbehörde CNIL (Commission Nationale de I’informatique et des Libertés) hat gegen Google und Amazon hohe Bußgelder verhängt, weil Benutzer ohne ihre Zustimmung auf ihren Computern platziert wurden. folgende Cookies. Google muss 100 Millionen Euro und Amazon 35 Millionen Euro bezahlen. Die Aufsichtsbehörde führte im vergangenen Jahr eine umfassende Untersuchung durch und stieß auf Tracking-Cookies, die automatisch sowohl bei Amazon als auch bei Google platziert wurden. Nach dem Datenschutzgesetz des Landes kann ein solches Cookie nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers gesetzt werden. Die CNIL stellte jedoch fest, dass die über die Cookies bereitgestellten Informationen unzureichend waren: Das Google-Banneree lieferte überhaupt keine spezifischen Informationen über sie, während Google.fr sie bereits auf dem Besuchersystem platziert hatte, aber die Informationen von Amazon waren nicht klar und eindeutig genug. Die Genehmigung zur Verfolgung von Cookies wurde vor Jahren durch ein EU-Recht klargestellt. Im Oktober 2019 hat der Gerichtshof der Europäischen Union dies jedoch weiter präzisiert und festgestellt, dass die Zustimmung des Benutzers erforderlich ist, bevor alle nicht wesentlichen Cookies gespeichert und abgerufen werden können. Unternehmen, die keine eindeutigen Informationen und Genehmigungen vorlegen, laufen Gefahr, hohe Geldbußen zu verhängen .
Sie können für verdecktes Tracking bei Google und Amazon bezahlen

Google verteidigt sich damit, dass es die Privatsphäre seiner Nutzer stets respektiert hat. Die französischen Gesetze und Vorschriften sind jedoch unklar und ändern sich ständig, sodass sie nur schwer einzuhalten sind. Der Suchriese ist ansonsten ein wiederkehrender Gast in den Kassen der CNIL: Die französischen Behörden haben ihn bereits 2014 mit einer Geldstrafe belegt (damals nur 150.000 Euro), und im vergangenen Jahr wurde er bereits mit einer Geldstrafe von 50 Millionen Euro belegt. Die große Frage ist, wann der Betrag das Niveau erreicht, das Google bereits zum Nachdenken bringt.

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